Aktuelles aus unserer Arbeit
Aktuelles aus unserer Arbeit

30. Mai 2026 I Faires Frühstück

KULINARISCH. HEIDE.
So schmeckt Fairness!“Faires Frühstück

Zusammen mit der Ev. -luth. Kirchengemeinde Heide laden wir zu einem kostenlosen gemeinsamen „Fairen Frühstück“ ein. Neben fair gehandelten sowie bio-regionalen Zutaten werden auch Info-Häppchen serviert, die über die Herkunft der Produkte informieren.

Ort: auf dem Aussengelände der St. Jürgen Kirche, Heide.
Uhrzeit: 10 -13 Uhr

Landwirtschaft braucht Fairness

Landwirtschaft
Fairness
Fair Trade
Fairer Handel

Faire Preise für eine Landwirtschaft mit Zukunft

24. März 2025. Viele Landwirtinnen und Landwirte können von ihrer Arbeit kaum leben – ob Milch-, Getreide- und Obstbäuerinnen in Deutschland und Europa oder Kakao- und Kaffeeproduzentinnen in Ghana oder Mexiko. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Umwelt- und Sozialstandards sowie an eine nachhaltige Produktion. Ohne faire Bezahlung können viele Produzentinnen diese Herausforderungen kaum bewältigen. Dafür braucht es Handelsbedingungen ein, die Landwirtinnen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen.

Zahlreiche Akteure des Fairen Handels fordern deshalb gemeinsam mit Umwelt- und Entwicklungsorganisationen faire, kostendeckende Preise entlang der Lieferketten. Eine Möglichkeit dazu bietet die in diesem Jahr anstehende Reform der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (die sogenannte UTP-Richtlinie). Sie verbietet die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken in den Agrar- und Lebensmittellieferketten und ist ein wichtiges Instrument für Lieferanten, um sich gegen Marktmissbrauch ihrer Käufer zu wehren.

Laut einer Recherche vom Forum Fairer Handel und Oxfam enthält die Richtlinie aber entscheidende Lücken: “Lieferanten sind trotz bestehender Verbote weiterhin mit unlauteren Vertragskonditionen, Drohungen und massivem Preisdruck konfrontiert. Die gravierendste Lücke ist, dass Einkaufspreise unterhalb der nachhaltigen Produktionskosten nicht verboten sind. So haben Lieferanten keine rechtliche Handhabe gegen unlautere Forderungen in Preisverhandlungen.”

Appell an die Bundesregierung

Mit dem Appell wird Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer aufgefordert, sich klar für faire, kostendeckende Preise entlang der gesamten Lieferkette einzusetzen. Landwirtschaftliche Produkte dürfen nicht unterhalb der Produktionskosten eingekauft werden. Deshalb muss die Zahlung von Preisen unterhalb der Kostendeckung in der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken ausdrücklich als unfaire Handelspraktik verboten werden.

Was kannst du noch tun?

Verbreite den Appell
Den Appell findest du hier. Leitet den Link gerne über deine Kanäle weiter.

Sammel Unterschriften vor Ort – bei Aktionen oder etwa im Weltladen
Für Aktionen vor Ort gibt es eine Unterschriftenliste zum Ausdrucken. Ausgefüllte Listen bitte anschließend als Foto oder PDF bei OpenPetition eigenständig hochladen.

Nutze den Weltladen-Tag / Global Fair Trade Day
Beim Global Fair Trade Day am 9. Mai 2026 dreht sich alles um Frucht-Lieferketten. Damit knüpft dieser weltweite Aktionstag für Fairen Handel inhaltlich gut an den Appell an. Nutze die Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für faire Handelsbedingungen zu setzen.

Landwirtschaft braucht Fairness” ist ein gemeinsamer Appell von:

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL)
  • Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V.
  • Christliche Initiative Romero e.V. (CIR)
  • Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • Fairtrade Deutschland e.V.
  • FEMNET e.V.
  • Forum Fairer Handel e.V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
  • INKOTA-netzwerk e.V.
  • Katholische Landvolkbewegung Deutschland
  • Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V.
  • ND-KMF e.V. (ND-Netz)
  • Oxfam Deutschland e.V.
  • Weltladen-Dachverband e.V.

Bildnachweis

Karsten Paulig/pixabay

Modellkommunen

Gemeinsam faire Merchandise-Ideen entwickeln

17.03.2026

We proudly present: Unsere Modellkommunen, mit denen wir jetzt in die Umsetzungsphase starten. Im Rahmen unseres Projektes zur nachhaltigen Beschaffung fair gehandelter Merchandise-Produkte im Stadt- und Tourismusmarketing arbeiten wir in den kommenden Monaten eng zusammen mit:

🏡 der Hansestadt Lübeck

🏡 der Wikingerstadt Schleswig

🏡 Wesselburen im Tandem mit der Nordsee-Insel Pellworm

Mit diesen Kommunen entwickeln wir neue Ansätze und Ideen für nachhaltiges Merchandise. Wir wollen erste gemeinsame Schritte gehen und zeigen, wie faire und verantwortungsvolle Beschaffung konkret umgesetzt werden kann, sowohl in den Shops der Touristinformationen als auch für Präsentkörbe der Bürgermeister*innen. Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • Produkte aus dem Fairen Handel
  • Nachhaltige Markenentwicklung für Destinationen
  • und Storytelling

Dabei bringt jede Kommune eigene Perspektiven sowie regionale Besonderheiten ein. Alle verbindet dabei der Anspruch, Nachhaltigkeit und ein attraktives Angebot für Besucher*innen zusammenzubringen. In einem kreativen Entwicklungsprozess entstehen durch praxisnahe Zusammenarbeit und Design-Thinking-Workshops faire Merchandise-Ideen.

Das Projekteam begleitet Umsetzungsprozesse und berät zu Erkennungszeichen, Produktideen, Bezugsquellen und Ausschreibungsmöglichkeiten. Expertise und Erfahrungen stellt es auch gerne Nicht-Modellkommunen zur Verfügung.

Wir freuen uns sehr über das Engagement der Kommunen und darauf, gemeinsam die nächsten Schritte zu gehen!

Ihre Ansprechpartnerinnen: Antje Edler und Eva Pisall

Mehr Information zum Projekt findest Du hier bei uns und auf der Website von unserem Landesverband.

Handreichung nordisch.nachhaltig.fair 2026

Frisch aus dem Druck: “nordisch. nachhaltig. fair.” – die neue Handreichung zu unserem Merch- Projekt!

13. Februar 2026

Um Interessierten und Engagierten einen praxisnahen Einstieg in das Thema Faires im Stadt- und Tourismusmarketing zu erleichtern, haben wir eine neue Handreichung erstellt. Du kannst sie dir herunterladen oder als Printmedium bei uns kostenlos bestellen.

Die 28seitige Handreichung vermittelt fundierte Einblicke in unterschiedliche Produktkategorien und stellt Dir verlässliche Gütesiegel vor, die Orientierung bei der Auswahl fair gehandelter Produkte bieten.

Im Fokus stehen insbesondere die Produktkategorien Textilien, Lebensmittel und Spielzeug. Ergänzt werden die Inhalte durch Interviews mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen, die den Aufbau einer Marke mit Einbindung des Fairen Handels aus Marketingperspektive, die Arbeit des Stadtmarketings Niebüll sowie Einblicke in die Produktion fair gehandelter Produkte aus Naturkautschuk vorstellen.

Anhand konkreter Beispiele, kompakter Hintergrundinformationen und hilfreicher Tipps richtet sich die Handreichung an alle, die Merchandising kreativ und verantwortungsvoll einsetzen möchten.

Entdecke neue Impulse für Deine Arbeit, lass Dich inspirieren.

Gerne kannst Du die Broschüre in Deinem Netzwerk teilen!

handreichung fair trade Tourismus Stadtmarketing

Erfahre mehr zu unserem Projekt – bei uns oder unseren Projektpartner und Landesverband Bündnis Eine Welt e.V.

Fairtrade-Town Vernetzungtreffen 2025

Fairtrade-Town Fair Trade Fairer Handel Schleswig-Holstein
Inspirierender Austausch unter Gleichgesinnten

24. November 2025.

Same procedure as every year? Nein. Diesmal nicht. Denn erstmals haben wir gemeinsam mit zwei Fairtrade-Towns zu dem alljährlichen Vernetzungtreffen der Fairtrade-Towns Schleswig-Holstein eingeladen. Anlässlich des zehjährigen Jubiläums als Fairtrade-Town haben so die Kreistadt Bad Oldesloe mit der Ostsee-Gemeinde Stockledorf mit uns das Treffen organisiert und ausgerichtet.

Um es gleich vornweg zu nehmen: eine durchaus gelunge Mischung, die für einen erfolgreichen Tag des Austauschs, der Inspiration und der Motivation sorgte! Wenngleich insgesamt weniger engagierte Vertreterinnen und Vertreter im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) zusammen kamen, waren doch immerhin 17 der 33 anerkannten Fairtrade-Kommunen anwesend. Eine Qute, die sich sehen alssen kann und einmal mehr verdeutlich, wie wichtig der Austausch untereinander ist. Gerade in der derzeitige politischen Großwetterlage, die ja mehr Gegen-als Rückenwind für unsere Anliegen mit sich bringt.

Fairtrade-Towns machen Fairen Handel sichtbar

Das Vernetzungstreffen stand daher auch unter dem Motto „austauschen. inspirieren. motivieren.“ Dies griff dann die Keynote-Sprecherin des Tages, Gifty Rosetta Amo Antwi, Geschäftsführerin des Weltladen Dachverbands auch auf. Überschrieben mit „Aufgeben ist keine Option!” beleuchtete sie die hohe Relevanz des entwicklungspolitischen Engagements in global turbulenten Zeiten und rief dazu auf, die Sichtbarkeit der fairen Arbeit zu erhöhen und entschlossen fortzusetzen. Sei es als Weltladen oder eben als Fairtrade-Town.

Im Anschluss ging es erneut um den gegenseitigen Austausch. Auf dem MARKT DER MÖGLICHKEITEN stellten die teilnehmenden Kommunen ihre besten Aktionen und Initiativen aus ihren Städten und Gemeinden vor, lieferten Material und ließen sich von den Erfolgen der anderen inspirieren.

Bevor am Nachmittag in drei parallelen Workshops wichtige Aspekte der Fairtrade-Arbeit in Theorie und Praxis mit Expertinnen und Experten aus dem Fairen Handel vertieft wurden, boten die Turnerinnen der „Ostsee-Akrobaten” des ATSV-Stockelsdorf mit ihrem beeindruckenden Programm „Colours of Universe“ ein ganz besonderen “Geburtstagsgruß”.

Nach den intensiv-informativen Workshops ging es mit einem Projekt-Speed-Dating in die letzte Runde. Hier präsentierten wir zusammen mit den Bündnis Eine Welt und den gastgebenden Fairtrade-Towns nachahmenswerte Initiativen bzw. luden zum Mitmachen ein.

Mit dem erfolgreichen Vernetzungstreffen haben wir die Fairtrade-Town-Bewegung in Schleswig-Holstein nicht nur wieder einmal zusammengebracht, sondern hoffentlich mit neuen Impulse und Anregungen motiviert weiterzumachen. Wohin dieses Engagement im positiven Sinne führen kann, haben ja die anwesenden Fairtrade-Towns (bzw. Insel) Lübeck und Fehmarn gezeigt – wurden sie doch jüngst in ihren jeweiligen Kategorien als “Faire Haupstadt 2025” ausgezeichnet!

Einige Präsentationen haben wir zum Nachlesen online gestellt.

Bildrechte

KuB Bad Oldesloe

Fachtag Faires Merche 2025

Fair Trade Merche
FH Westküste Fachtag
Erfolgreicher Fachtag in der FH Westküste


23. November 2025

Zusammen mit der Fachhochschule Westküste, dem Kompetenzentrum für Nachhaltige Beschaffung und Vergabe (KNBV), der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) sowie unserem Projektpartner Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI e.V.) hatten wir am 8. Oktober zu einem Fachtag in die FH eingeladen. Mit fast 80 Gästen aus dem Stadt- und Tourismusmarketing, davon 30 online, war er ein toller Erfolg!

Los ging es vormittags mit spannenden Vorträge zu nachhaltigem Tourismus, global justice und nachhaltiger Markenführung, dazu gab es inspirierende Praxisbeispiele aus Niebüll und Norderstedt. In den Workshops wurden Herausforderungen einer nachhaltigen Beschaffung diskutiert und am Beispiel verschiedener Produktgruppen Möglichkeiten für fair gehandelte Alternativen aufgezeigt.

Faires und nachhaltiges Merchandising im Stadt- und Tourismusmarketing

Auf dem Markt der Möglichkeiten konnten die Teilnehmer*innen faire Produkte entdecken, netzwerken und sich austauschen. FairHandler aus ganz Deutschland, darunter auch Sonnenglas und Matarenda aus Dithmarschen, präsentierten die große Vielfalt fair gehandelten Merche.

Fair Trade Faires Merche Merchandising Filz
Faires Merche aus Filz
Fair Trade Faires Merche Merchandising Speckstein
Faires Merche aus Speckstein
Fair Trade Faires Merche Merchandising Recycling-Blech
Faires Merche aus Recycling-Blech
Dokumentation

Du möchtest noch einmal gerne das Gehörte nachlesen? Oder Dich von Anregungen für das eigene faire und nachhaltige Stadt- und Tourismusmarketing inspirieren lassen? Dann lade Dir gerne einfach die passende Datei herunter. Wir haben sie auf der Projektseite vom Bündnis Eine Welt online gestellt.

AUSSTELLUNG Handel im Wandel

Ausstellung
Handel
Eiderstedt
Fairer Handel
Gewürze
globalisierung
Haus Peters
Vom Kolonialwarenladen zum Supermarkt.

Handel im Wandel – das ist ein wilder Ritt durch die Geschichte des Handels auf Eiderstedt seit dem 16. Jahrhundert. Königreiche kamen und gingen, Städte wurden groß und verloren wieder an Bedeutung, Handelswege änderten sich und beeinflussten damit Transportrouten und Waren. Neue Waren wurden importiert, große Mengen Rinder und Käse exportiert. Wie immer verdienten wenige viel Geld und viele mussten schwer arbeiten.

Das Museum “Haus Peters” in Tetenbüll auf Eiderstedt hat zu diesem Thema eine spannende kulturhistorische Ausstellung erarbeitet. Entstanden ist eine Entdeckungsreise der besonderen Art durch die Handelsgeschichte der nordfriesischen Halbinsel.

Beleuchtet werden Aspekte wie Handelswege auf Eiderstedt und in alle Welt, der florierende (Käse- und Rinder-) Handel mit England sowie die Geschichte von Lüsterkeramik als das Top-Mitbrinsgel der Seeleute im 18. Jahrhundert.

Die Ausstellung blickt auch auf die Schattenseite des Handels. Denn die Handelsgeschichte Eiderstedt ist wie so viele eine Geschichte von Kolonialsmus und Globalisierung. Das Haus Peters scheut diese Auseinandersetzung nicht und schafft mit entprechenden Tafeln Raum für Diskussion.

Wandel durch Handel – ein Motto des Fairen Handels – wird ebenfalls aufgegriffen. Das Haus Peters hat uns deshalb eingeladen den Weg vom kolonialen Warenhandel bis zum Fairen Handel nachzuzeichnen. Und so widmen sich zwei Tafeln diesem Thema anhand von Kakao, Kaffee und Gewürzen.

Ausstellung
Handel
Eiderstedt
Fairer Handel
Gewürze
Haus Peters

AUSTELLUNGSERÖFFNUNG

Die Ausstellungs wird
am Samstag, den 18. 10. 2025,
mit Kaffee und Kuchen
um 15 Uhr
eröffnet und ist dann bis März 2026 zu sehen.

RAHMENPROGRAMM

Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm. Unter anderem mit einer Vortragreihe zu den Themen der Ausstellung. Wir freuen uns sehr auch da dabei sein zu dürfen. Und sogar den Auftakt zu machen!

Am 23. November 2025 wird es zur Nachmittagszeit um den Handel mit Gewürzen gehen und wie der Faire Handel der immer noch allgegenwärtigen Kinderarbeit, dem Einsatz von Pestiziden sowie den oftmals schlechten Arbeitsbedingungen und Bezahlungen im Gewürzanbau entgegentritt und für mehr Fairness für die zumeist kleinbäuerlichen Familien sorgt.

FACHTAGE Herbst 2025

SPETEMBER. OKTOBER. NOVEMBER –
3 Monate – 3 Fachtage für Austausch & Inspirationen!

Im Herbst bieten wir in bewährter Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern wieder zu unseren Arbeitsschwerpunkten drei verschiedene Formate zum Austauschen und Inspirierenlassen an.

Den Anfang macht im September der Vernetzungsworkshop zur Nachhaltigen Beschaffung in Flintbek.

Im Oktober laden wir dann alle am Nachhaltigen Tourismus interessierte in die FH nach Heide ein.

Und zum Abschluß kommen dann die Engagierten der Faritrade-Towns in Schleswig-Holstein in Bad Oldesloe zusammen.

Nationalpark-Partner

Nationalpark Wattenmeer Schleswig-Holstein
Ausgezeichnet als neuer Nationalpark-Partner

Am Dienstag, den 19. August, war es soweit: unser Verein wurde als neuer Partner in das Nationalpark-Wattenmeer-Partner-Netzwerk Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

Damit ist Eine Welt im Blick die erste entwicklungspolitische Organisation in dieser, wie es Nationalparktleiter Michael Kruse, bei der Übergabe der Urkunden in Hörnum auf Sylt formulierte, “feinen, aber fundierten Partnerschaft”. Diese hat zum Ziel den Schutz des Wattenmeeres und die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in der Nationalpark-Region zu fördern.

Für uns als Verein aus dieser Region und engagiert in Aspekten der globalen Gerechtigkeit und eines Guten Leben für Alle, war eine angestrebte Partnerschaft daher nur logisch. Wir freuen uns daher natürlich sehr, dieses anspruchsvolle Siegel nun führen zu dürfen. Denn, so betonte es Anja Szczesinski, Vorsitzende des Vergaberats für die Nationalpark-Partnerschaft, nicht alle, die sich bewerben, werden dann auch Partner.

Vor uns liegt nun eine spannende Zusammenarbeit mit den vielen unterschiedlichen Akteur*innen. Das Netzwerk steht ja nicht nur für den Schutz des Wattenmeeres, sondern verlangt von seinen Mitgliedern auch eine gelebte Nachhaltigkeit im eigenen -unternehmerisch-touristischen- Alltag. Wir sind sehr motiviert, den Gedanken der globalen Verantwortung im Sinne einer fairen und nachhaltigen Beschaffung mit unseren neuen Partner*innen zu teilen und gemeinsam zu schauen, wo es Potential gibt, diese neben den wichtigen ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeit umzusetzen.

Konkret bedeutet dies, durch praktische Tipps die Akteure aus der Tourismusbranche zu motivieren, selber aktiv zu werden. Etwa durch das Anbieten fair gehandelter Frühstückszutaten wie Kaffee, Tee, Kakao, Honig oder der Verwendung von entsprechender Bettwäsche oder Handtüchern.

Und gerade in einem Netzwerk, dass in seinem Selbstverständnis darauf beruht, planetarische Grenzen anzuerkennen und Natur mal Natur sein zu lassen, wird es sicherlich auch spannend sein, mit ihnen andere Visionen von einem „Guten Leben“ zu diskutieren, in denen nicht nur das heutige allgegenwärtige ökonomische Wohlstandsmodell im Mittelpunkt steht. Visionen, die auch ein anderes Wirtschaften, Konsumieren, Miteinander und Naturverständnis mit sich bringen. Stichwort: buen vivir – die Weltanschauung der indigenen Völker des Andenraumes.

Die offenen Arme, die uns bisher empfangen haben, machen Mut, dass wir mit unserem Anliegen nach mehr globaler Gerechtigkeit auch in diesem nur auf den ersten Blick “artfremden” Netzwerk Gehör finden und gemeinsam an einer lebenswerten Zukuft für alle arbeiten werden.

Bildnachweis:
Ralf Reinmuth / Küstenfocus

Vergaberechtsreform 2025

Bundeskabinett beschließt Vergaberechtsreform – Nachbesserung notwendig

Am Mittwoch, den 06. August 2025, hat das Bundeskabinett einen Gesetzesvorschlag beschlossen, der die noch unter der Ampel angestoßene Vergaberechtsreform wieder aufgreift. Das ursprüngliche Ziel – eine Vereinfachung und Digitalisierung des öffentlichen Einkaufs – erachten auch wir als sinnvoll.

Um das Potenzial einer strategischen Beschaffung auszuschöpfen, braucht es jedoch auch verbindliche Vorgaben für Nachhaltigkeit und den Schutz von Menschenrechten im öffentlichen Einkauf. Darauf haben wir im Verbund mit unserem Landesverband Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) sowie auch andere Menschenrechts- und Umweltorganisationen immer wieder im Laufe der öffentlichen Konsultationen hingewiesen. Auch Unternehmen(sverbände), (Ober-)Bürgermeister*innen und Vergaberechtsexpert*innen hatten sich im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Appell dafür eingesetzt.

Wir begrüßen die im neuen Gesetzentwurf aufgenommenen Neuerungen zur Beschaffung von klimafreundlichen Leistungen. Ebenso die Ergänzung, dass bei Markterkundungen ausdrücklich die “Einbeziehung umweltbezogener und sozialer Aspekte sowie Aspekte der Qualität und Innovation” zulässig ist. Durch die im Vorfeld von Vergaben erforderlichen Markterkundungen können somit einerseits bereits nachhaltige Unternehmen identifiziert werden und von öffentlichen Aufträgen profitieren. Andererseits können die Erkundungen wichtige Signale an den Markt senden und dazu beitragen, dass sich Unternehmen auf nachhaltigere Praktiken umstellen.

Zur Förderung einer sozial-ökologischen öffentlichen Beschaffung reichen diese Maßnahmen allein jedoch nicht aus. So hätte der im Vergabetransformationspaket im vergangenen Jahr neu aufgenommene Paragraf § 120a zur Berücksichtigung sozialer und umweltbezogener Aspekte deutlich mehr Verbindlichkeit geschaffen und in der Praxis dazu beitragen können, eine nachhaltige öffentliche Beschaffung in die Breite zu tragen und eine Standardisierung und Vereinfachung voranzutreiben. Wir bedauern, dass dies im Vergabebeschleunigungsgesetz nun nicht mehr vorgesehen ist.

Wir rufen die Regierungsfraktionen dazu auf, in der nun folgenden parlamentarischen Beratung Nachbesserungen vorzunehmen und damit auch ein klares Signal mit Blick auf die Reform der europäischen Vergaberichtlinie und der angekündigten Neufassung der Unterschwellenvergabeordnung zu senden.

Den kompletten Kommentar kannst du hier lesen.

ERFAHRE MEHR zu unserer Arbeit im Bereich Nachhaltige Beschaffung