Eine Welt im Blick e.V.
Klimaflucht.Klimaflucht. Klimagerechtigkeit.

Klimaflucht.Klimaflucht. Klimagerechtigkeit.

Von Anfang September bis Ende November 2026 werden wir in Kooperation mit dem Erlebniszentrum Naturgewalten und dem Fairtrade-Kreis Nordfriesland auf der Nordseeinsel Sylt das Themendreieck „Klimawandel, Klimaflucht und Klimagerechtigkeit“ mit verschiedenen Veranstaltungen beleuchten.

Sylt, selbst vom Klimawandel bereits heute betroffen, wird Ausgangspunkt einer Reise um die Welt – verbindendes Element ist dabei der globale Klimawandel.

Mit dem Projekt wollen wir zu Diskussionen anregen, für die globalen Auswirkungen des eigenen Handels und Konsumieren sensibilisieren, und aufzeigen, wie lokal und global zusammenhängen und welche Lösungsansätze der Faire Handel dabei bietet.

7. September – 2026AUSTELLUNG. LIST.
Eröffnung der Ausstellung KLIMAFLUCHT
I mehr
7. September – 25. November 2026AUSTELLUNG. LIST.
KLIMAFLUCHT
Interaktive Ausstellung der Deutschen KlimaStiftung im Erlebniszentrum Naturgewalten mit lebensgroße Figuren, die Geschichten erzählen aus Äthiopien, Bangladesch, Deutschland, Grönland, Nicaragua und Vietnam. I mehr
26. September 2026MULTIVISIONSSHOW. LIST.
OSTAFRIKA. Fairer Handel – Wildlife – Digitales
Mit beeindruckenden Fotos, fesselnden Erzählungen und stimmungsvoller Musik entführen die beiden Fotojournalisten Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner die Zuschauerinnen ins faszinierende Ostafrika. Und berichten u.a. über Fair Trade-Produzentinnen in Uganda, Kenia und Tansania. I mehr
  • Dokumentations-Film ONE WORD
    über den Klimawandel auf den Marshall-Inseln mit anschließender Live-Schalte zu den Filmemacher*innnen, die auf den Marshall-Inseln leben
  • Aktionstag Weltspiel
    zum Thema Flucht & Migration (geeignet ab 8. Klasse)
  • Vortrag zu Klimawandel und Sylt
  • Event zum „Ökumenischen Tag der Schöpfung“

>> Genaue Termine und weitere Infos folgen nach der Sommerpause im August.

Gemeinsam mit dem Fairtrade-Kreis Nordfriesland freuen wir uns, mit dem Erlebniszentrum Naturgewalten in List einen tollen Partner zur Umsetzung des Projektes gefunden zu haben.

AUSSTELLUNG

Erlebniszentrum Naturgewalten. Hafenstraße 37. List/Sylt.
7. September bis 25. November 2026
Das Erlebniszentrum ist täglich (auch Sonn- und Feiertags) von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Hunde sind in der Ausstellung nicht gestattet.

Am Montag, den 7. September 2026, wird im Erlebniszentrum Naturgewalten in List die Ausstellung „Klimaflucht“ eröffnet. Angeregt vom Fairtrade-Kreis Nordfriesland und uns widmet sich das Erlebniszentrum damit einer aktuellen Auswirkung des globalen Klimawandels.

Die Ausstellung, erstellt von der Deutschen KlimaStiftung in Bremerhaven, macht sichtbar, wie Klimawandel, Migration und internationale Klimapolitik zusammenhängen. Sie liefert Hintergrundwissen zu umweltbedingter Migration, den weltweiten Folgen des Klimawandels und zum ökologischen Fußabdruck einzelner Länder – kompakt, anschaulich und bewegend.

Dazu werden Schicksale einzelner Menschen aus Äthiopien, Bangladesh, Grönland, Nicaragua, Vietnam , in den Mittelpunkt gerückt. Ihre realen Geschichten stehen für Menschen aus allen Weltregionen, die zu Opfer der globalen Klimakatastrophe werden und uns auf unsere Verantwortung aufmerksam machen.

In kurzen Audiobeiträgen berichten sie als lebensgroße Figuren über ihren Alltag, ihre Sorgen und Hoffnungen. So erfahren die Besucher*innen unterschiedlichste Schicksale und Perspektiven sowie Informationen zu den Folgen des Klimawandels und die Möglichkeit, sich mit ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck zu beschäftigen.

Mit dem Erlebniszentrum Naturgewalten haben wir einen neuen, spannenden Partner an unserer Seite. Generell finden wir es spannend und wichtig, auch und gerade da initiierend und unterstützend zu wirken, wo es noch keine Fairtrade-Town oder andere Fair-Handels Engagierte gibt. Denn so können wir das Anliegen des Fairen Handelns auch in neue Orte bringen und die Bemühungen um mehr lokale Nachhaltigkeit erweitern und bereichern. Lokale Partner erleichtern da natürlich den Einstieg.

Die Gäste vom Erlebniszentrum können bereits das Klimageschehen auf der Erde beobachten. Sie können aus der Perspektive eines Astronauten sehen, wie der Anstieg des Meeresspiegels die Küsten unserer Kontinente verändern wird. In der nachgebauten Polarstation werden sie sogar selbst zu Klimaforschern. Mit der neuen Sonderausstellung erfahren die Gäste nun, wie der Klimawandel das Leben von Menschen weltweit verändert – und warum das auch uns betrifft.

Matthias Strasser, Geschäftsführer des Erlebniszentrums.

Der Zusammenhang von Klimawandel und Migration ist längst kein neues Phänomen. Wenn klimatische Veränderungen dazu führen, dass Ernten ausbleiben, Stürme oder Dürren zunehmen, der Meeresspiegel steigt und Ökosysteme sich verändern, kurz: Wenn sich das Klima derart verändert, dass Lebensräume zerstört werden, sahen sich Menschen schon immer dazu gezwungen, ihre Heimat dauerhaft zu verlassen.

Doch heutzutage leben mit über 8 Milliarden Menschen viel mehr Menschen auf der Erde als früher. Der vom Menschen verursachte Klimawandel führt deshalb dazu, dass klimabedingte Migration eines der Zukunftsthemen schlechthin geworden ist. Denn über kurz oder lang wird sie uns alle direkt oder indirekt betreffen.

Besonders Länder des sog. „Globalen Südens“ sind vom Klimawandel nicht nur stärker betroffen, sie sind auch generell verletzbarer: sie verfügen meist über schlechtere Möglichkeiten der Anpassung sowie Mechanismen zur Regulierung entstandener Schäden, etwa aus Überschwemmungen. Die Existenz vieler Menschen in diesen Ländern ist so gravierend bedroht, dass sie keine andere Perspektive mehr sehen: Es folgt eine „Klimaflucht“. Meistens innerhalb des Landes oder der Region, aber auch in andere Weltregionen. Laut dem Internal Displacement Monitoring Center (IDMC) gab es 2025 knapp 29,9 Millionen Binnenvertreibungen wegen Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen. Schätzungen der Weltbank zufolge könnte es bis zum Jahr 2050 über 143 Millionen sog. „Klimaflüchtlinge“ geben.

Es ist paradox: Die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, spüren dessen Auswirkungen am meisten. Verursacher des Klimawandels sind die entwickelten Länder des globalen Nordens sowie zunehmend Schwellenländer wie Indien und China. Sie verbrauchen die meisten Ressourcen und verantworten fast 90 % der weltweiten CO2-Emissionen. Auch darüber informiert eine der 7 Ausstellungsfiguren.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Ende November.